In Arbeit

26. August 2018

Nürnberg wird oft auf Rostbratwürstchen, Lebkuchen und seinen weltberühmten Christkindlesmarkt reduziert. Dabei ist die fränkische Metropole schon seit dem Mittelalter ein Zentrum für Erfindergeist und Innovationen. 1492 wurde hier der Globus erfunden, 1835 startete die Eisenbahn zur Jungfernfahrt nach Fürth, 1974 erblickten im benachbarten Zirndorf die ersten Playmobilfiguren das Licht der Welt. Heute zieht die Stadt neue Ideen und Gründer an. Wir haben einige von ihnen getroffen, aber auch Menschen mit klassischen Berufen in Handel, Handwerk und Dienstleistungsbranche. Weil mit der Bundesagentur für Arbeit auch das statistische Herz des deutschen Arbeitsmarktes in Nürnberg schlägt, war die Stadt ein idealer Ausgangspunkt, für eine filmische und datenjournalistische Entdeckungsreise.

Nürnberg lässt sich Zeit beim Altern

Der demografische Wandel macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Deutschlands Arbeiter der Zukunft werden weniger an der Zahl – und älter. Aber Nürnberg hat ein Ass im Ärmel

Handwerk statt Hörsaal

Schreinern statt Studieren: Conrad von Frantzky hat Abitur gemacht und sich trotzdem für eine Ausbildung entschieden. Seine Chefin Edith Gracklauer weiß, dass sie Glück hat. Azubis werden immer seltener

Lieber Studieren

Heute studieren dreimal so viele Menschen in Deutschland wie vor 40 Jahren, Ausbildungen werden unbeliebter. Grund: Wer studiert, verdient später mehr und ist seltener arbeitslos. In Sachen Abbruch sieht es jedoch bei Studenten ähnlich schlecht aus wie bei Azubis

Die Gehaltsmauer

Wer verdient was? Frauen und Männer verdienen in Deutschland immer noch sehr unterschiedlich. Das hängt nicht nur mit dem Beruf zusammen sondern auch mit dem Arbeitsort

Balanceakt statt Balance

Wer in Deutschland Beruf und Familie unter einen Hut bringen will, hat es schwerer als so manch anderer Europäer. Arbeitszeiten sind selten flexibel, mit steigender Kinderzahl geben viele Frauen das Arbeiten ganz auf. Der EU-Vergleich zeigt, dass es auch anders geht

Beschäftigte Frauen

In Nürnberg arbeiten im Verhältnis zunehmend weniger Frauen als Männer, obwohl die Frauenbeschäftigung selbst steigt. Welchen Grund hat diese Entwicklung? Eine Suche nach Antworten

Der Zinn des Lebens

Seit 46 Jahren gießt Georg Stanisavljevic Zinn im Nürnberger Handwerkerhof. Er ist einer der letzten, die das Traditionshandwerk noch ausüben. Weder Alter noch Modernisierung halten den 78-Jährigen von seiner Leidenschaft ab

Mäh, mäh, mähen

Franz Kißlinger aus Nürnberg ist Wanderschäfer in siebter Generation. Wenn die Schafe abends satt sind, ist auch er zufrieden. Aber es wird immer schwieriger, Weideflächen zu finden

Upgegründet

Die Anzahl der Unternehmensgründungen soll oft als Beweis für besonders viele innovative Köpfe in einer Stadt herhalten. Doch nicht jede Gründung ist ein hoch innovatives Startup. Viele Menschen gründen auch aus der Not

Platz da

Andreas Jaumann war genervt von der Parkplatzsuche. Um ohne Stress die nächste freie Parklücke zu finden, hat er mit dem Startup Smart City Systems einen speziellen Sensor entwickelt. Mit diesem will er jetzt die Städte ausstatten

Angekommen in der Statistik

Wie finden sich Geflüchtete auf dem Nürnberger Arbeitsmarkt zurecht? Immer mehr von ihnen sind arbeitslos, obwohl weniger Geflüchtete in der Stadt leben. Warum das nicht nur schlecht ist

Arbeitskrank

Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Frühverrentung. Und die Zahl der Betroffenen steigt. Machen die Veränderungen in der Arbeitswelt uns etwa krank?

Tatort: Pflege

Immer mehr Pflegebedürftige müssen immer schneller versorgt werden. Die Rede ist vom Pflegenotstand. Dabei ist eine Betreuungsquote gar nicht so einfach zu berechnen

Feldarbeit ferngesteuert

Thomas Goczall gehört zu denen, die sich beim Ackern digital helfen lassen. Sein Saatgut-Traktor sorgt dank GPS für höchste Präzision. Ganz zurücklehnen darf sich Goczall aber nicht: Wenden muss der Versuchstechniker noch selbst - und natürlich bremsen

Landwirtschaftslos

Immer weniger Menschen arbeiten in der Landwirtschaft. Seit 20 Jahren sinkt die Zahl der Beschäftigten, obwohl die Branche attraktiver wird

Lasst mich arbeiten!

Hochqualifiziert und arbeitslos: Mustafa Abbas, Flüchtling aus dem Irak, hat Jobangebote, die er nicht annehmen darf. Weil sein Asylverfahren noch läuft, bekommt er keine Arbeitsgenehmigung. So hangelt er sich von Praktikum zu Praktikum

Robo-Tor

Tobias trainiert für den Sieg bei der nächsten WM mit Robotern. Sein Hobby wurde zur Leidenschaft - die manchmal überhandnehmen kann

Auf ins Geschäft

Christian Hetzner startete sein Modelabel "Hecna" mit 18. Er designt nachhaltige und fair produzierte T-Shirts und Pullover und verkauft sie online. Nun, acht Jahre später, wagt er den nächsten Schritt: In der Nürnberger Nordstadt eröffnet er seinen ersten kleinen Laden

Trommelwirbel

Neele Gilch hat ihren Traum verwirklicht: Gemeinsam mit Petra Schinz hat sie 2008 einen Waschsalon im Stil der 70er-Jahre eröffnet. Seit zwei Jahren nun muss sie um ihren Laden kämpfen